Ernährung - Gesundheit - Vitalität
Skorbut war bei den Seeleuten vor 300 Jahren eine gefürchtete Mangelerkrankung. Nach mehreren Monaten Vitamin C Mangel kam es zu Erschöpfung und Müdigkeit, Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, verminderter Wundheilung, Knochen- und Gelenkschmerzen, hohem Fieber, sogar Haare und Zähne fielen aus. Die Leistungsfähigkeit und die Arbeitskraft liesen erheblich nach. Skorbut konnte zum Tod durch Herzschwäche führen.
Heute gilt in der Schulmedizin eine tägliche Dosis von 50 Milligramm Vitamin C als ausreichend, um der Krankheit vorzubeugen.
Doch wie ist das bei anderen Krankheiten? Welche Rolle spielt Vitamin C oder E oder Magnesium bei Rheuma, Arthrose oder Krebs? Vitamine, Mineralien, Spurenelemente - wie wichtig sind sie? Welche freien Mengen werden benötigt?
Worauf sollten Sie unbedingt bei Ihrer Ernährung achten? Was ist mit Lebensmittelunverträglichkeiten oder Lebensmittelallergien? Wie wichtig ist die Darmflora? Was spricht gegen Fettblocker zum Abnehmen? Diese und weitere Fragen werden im folgenden beantwortet.
Die 7 goldenen Regeln einer vitalen Ernährung
Um die Verdauung so optimal wie möglich zu gestalten und den Körper mit den wichtigen Vitalstoffen zu versorgen empfehlen wir diese 7 Punkte.
- Essen Sie Lebensmittel so frisch wie möglich. Meiden Sie Konservierungsstoffe, Geschmachsverstärker, synthetische Schönungsstoffe.
- Verwende Sie nur kalt gepresste Öle und Fette. Für die Pfanne ausschließlich Olivenöl oder Rapsöl.
- Essen sie überwiegend Gemüse und Salate. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte und Melasse oder Honig statt Zucker.
- Meiden Sie Lebensmittel oder Kombinationen, die zu starken Blähungen führen.
- Meiden Sie Lebensmittel, gegen die Sie allergisch sind, oder gegen die Sie Unverträglichkeiten haben. Anzeichen dafür können nach dem Essen sein: Änderung des Blutdruckes, Herzrhythmusstörungen, Hautjucken, Hautrötungen, Kopfschmerzen, Migräne, Schmerzen im Rücken, starke Müdigkeit.
- Bevorzugen Sie Gegrilltes statt Gebratenem.
Das Säuren - Basen Gleichgewicht
Damit unsere Vitalität und Gesundheit, somit auch unsere Leistungsfähigkeit, erhalten oder wiederhergestellt werden können, ist ein optimaler PH-Wert nötig. Nach Prof. Dr. Enderlein, dem Entwickler der Dunkelfeldmikroskopie, sollte er im Blut zwischen 7,2 und 7,4 liegen und in der extrazellulären Gewebsflüssigkeit höher als 6,3
Um diese Werte zu erhalten, wäre es notwendig, zu 80 % solche Lebensmittel zu sich zu nehmen, die basisch verstoffwechselt werden und 20 %, die sauer verstoffwechselt werden.
Gruener Salat, Gemüse, Kartoffel, Kräuter und Obst werden in der Regel basisch verdaut, Öle, Fette und Naturreis neutral und alles andere meistens sauer.
In den letzten 50 Jahren hat sich unsere Ernährung fundamental gewandelt. Den allgemeinen Ernährungsgewohnheiten entspricht mttlerweile eine bis zu 80 % säurebildende Nahrung und nur noch zu max. 20 % sind basenbildend. Die Folgen davon sind eine Übersäuerung des Körpers und damit einhergehend Minderung von Vitalität und Gesundheit.
Prof. Dr. Enderlein spricht davon, dass bei Übersäuerung des Körpers gewisse Blutbestandteile sich zu Parasiten bzw. Pilzen entwickeln. Je mehr das Wachstum fortgeschritten ist, desto mehr nimmt ihre Schädlichkeit zu und um so größer ist die Störung des Säure-Basen Gleichgewichts. Damit die Säure über Haut und Nieren ausgeschieden werden kann, muss sie durch freie Basen neutralisiert werden. Wenn kein freies Calcium, Magnesium, Kalium oder Eisen mehr dafür zur Verfügung steht, dann hat das schwerwiegende Folgen.
Darmpilze, Scheidenpilze und Mykosen aller Art können sich nun hervorragend entwickeln. Aber nicht nur das. Durch eine Übersäuerung verschlackt das Bindegewebe, weil dort Säuren gelagert werden. Reicht dieses Depot nicht aus, werden Säuren auch in Gelenken gelagert, die diese angreifen und den Knorpel zersetzen. Die Diagnosen können dann Arthrose, Gicht oder Rheuma heißen. Bei permanenter Übersäuerung können sich auch schädliche Bakterien und Viren besser entwickeln.
Um weiter entstehende Säure zu vermeiden, kann der Körper Calcium aus den Knochen abbauen, um diese damit zu binden. So kommt es auch noch zur Osteoporose.
Weitere Gründe für Übersäuerung können Gefühle wie Ärger oder Groll sein, Erdstrahlen- und Elektrosmog-Belastung, seelische Belastungen und Stress. Siehe hierzu auch der menschliche Körper, Beziehungen und Gefühle, sowie Erdstrahlen und Elektrosmog.
Hilfe finden Sie bei Ernährungsberatung, Heilpraktikern und durch Anwendungen, die Ärger, Groll und seelischen Stress abbauen helfen.
Warum Nahrungsergänzung?
Eine Übersäuerung des Organismus zieht zwangsläufig einen Mangel an basischen Mineralien wie Kalium, Calcium und Magnesium nach sich.
Bestimmte Anbau- und Düngermethoden bewirken, dass die Pflanzen weniger Mineralstoffe aus dem Boden aufnehmen und speichern können. Aufgrund der industriell stark verarbeiteten Lebensmittel kann es leicht zu einer Unterversorgung mit Mineralien kommen. Hinzu kommt, dass eine falsche Zubereitung die Nahrungsmittel zusätzlich auslaugt. Mineralien gehen verloren und durch Kochen werden viele Vitamine zerstört. Bei Produkten aus Weißmehl fehlen die wertvollen Randschichten des Getreides, die reich an Mineralstoffen und Vitaminen sind.
Menschen mit erhöhtem Mineralstoffverbrauch wie körperlich schwer arbeitende Menschen, Sportler, Manager, Saunabesucher und Schwangere können daher leicht in eine Unterversorung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen kommen. Aber auch bestimmte Darmerkrankungen können dazu führen, dass der Körper aus der Nahrung weniger Vitalstoffe aufnehmen kann. Über die Nieren können verstärkt bestimmte Vitalstoffe ausgeschieden werden. Beschwerden wie Müdigkeit, Krämpfe, Durchblutungsstörungen, schlechtes Gedächtnis, Nervosität, erhöhte Infektanfälligkeit, schlechtes Abheilen von Wunden, schlechter Schlaf oder Probleme mit den Finger- und Fußnägel können Anzeichen für eine Mangelernährung sein.
Eine bewusste Ernährung mit hohem Rohkostanteil und Vollkornprodukten kann die Nährstoffversorung verbessern. Nützlich ist es auch, wenn Sie das Kochwasser vom Gemüse nicht weggießen, sondern für Soßen oder Suppen verwenden. Bei einer Diät sollten Sie auf genügend mineralstoffreiche Lebensmittel achten.
Wenn Sie Ihre Vitalstoffversorung wirklich sicher stellen möchten, empiehlt sich auf jeden Fall eine ausgewogene Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, die auch vom Körper aufgenommen werden können. So genannte bioverfügbare Vital- und Balaststoffe bekommen bei bioverfügbare Nahrungsergänzungen.
Was sind Lebensmittelallergien?
Immer mehr Menschen leiden auch unter Allergien gegen Lebensmittel. Diese Äussern sich wie jede andere Allergie auch. Es kommt zu geröteter Haut, Juckreiz, Quaddeln oder Asthma. Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu schweren Kreislaufproblemen, Herzrhythmusstörungen oder Migräne. Die Symptome für Lebensmittelallergien sind so vielfältig wie ihre Auslöser.
Meistens treten die allergischen Symtome bereits kurz nach dem Verzehr des allergenen Lebensmittels auf und klingen beim Vermeiden des Lebensmittels in relativ kurzer Zeit wieder ab. Die allergischen Reaktionen können aber auch später auftreten, insbesondere dann, wenn es sich um eine Kreuzallergie handelt. Das heißt, dass ein Mensch gegen Butter z.B. nicht allergisch ist - gegen Weizenbrot auch nicht. Isst er aber beides zusammen oder in einem Abstand von einigen Stunden, dann kommt es zu einer heftigen Allergie. Leidet ein Mensch unter einer Lebensmittelallergie, so hat er kurzfristig nur die Möglichkeit, das Lebensmittel konsequent zu meiden.
Lebensmittelallergien werden relativ selten diagnostiziert. Deshalb gibt es keine exakten Zahlen zur Häufigkeit. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich viel höher, als angenommen wird.
Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems. Die allergene Wirkung geht dabei von bestimmten Eiweißbestandteilen aus, die das Immunsystem als fremd erkennt und daher bekämpft. Das Immunglobulin E ist erhöht im Blut zu finden. Desto höher der Wert, desto stärker die Allergie.
Damit der Verbraucher besser über die Inhaltsstoffe in abgepackten Lebensmitteln informiert wird und allergieauslösende Zutaten direkt erkennen kann, wurde eine neue Lebensmittelverodnung beschlossen.Am 24. November 2004 wurde die dritte Verordnung zur Änderung der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung verabschiedet. Seit November 2005 ist die Änderung bindend.
Man geht davon aus, dass etwa 90 % aller Lebensmittelallergien von folgenden 12 Lebensmittel ausgelöst werden. Auf allen Vorverpackten Lebensmitteln müssen in Zukunft die zwölf Auslöser von Allergien immer gekennzeichnet werden, sofern Sie als Zutat darin enthalten sind.
Die Allergene sind folgende:
glutenhaltiges Getreide und glutenhaltige Getreideerzeugnisse
Krebstiere und Krebstiererzeugnisse
Eier und Eierzeugnisse
Fisch und Fischerzeugnisse
Erdnüsse und Erdnußerzeugnisse
Soja und Sojaerzeugnisse
Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Lactose)
Schalenfrüchte, d.h. Mandel, Haselnuss, Walnuss, Caschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
Sellerie und Sellerieerzeugnisse
Senf und Senferzeugnisse
Sesam und -erzeugnisse
Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l (als SO2 angegeben).
Stoffe von denen angenommen wird, dass sie bei der Verarbeitung ihr allergenes Potential verlieren müssen nicht gekennzeichnet werden.
Um zu erkennen gegen welche Lebensmittel der Organismus allergisch reagiert, eignet sich ein Lebensmittelallergietest am Blut.
Auch wenn der Immunglobulin E Wert im Blut normal ist, können Reaktionen auf Lebensmittel vorhanden sein. Nämlich dann, wenn das Immunglobulin G im Blut erhöht ist. Ein erhöhter Immunglobulin G Wert deutet auf Lebensmittelunverträglichkeiten hin.
Es gibt Vermutungen, dass Allergien, auch Lebensmittelallergien, entstehen durch eine Übersäuerung des Zellgewebes, Schwermetallbelastungen, synthetische Stoffe wie PCP, Lindan, etc., Pilzbelastungen im Darm und seelischem Stress. Beobachtungen deuten darauf hin, dass Allergien gelindert werden, wenn eben genannte Belastungen gemindert, beziehungsweise aufgehoben werden.